Archive

Category Archives for "Lifestyle"

Ist es wirklich eine gute Gelegenheit?

Im Verlauf unseres Lebens eröffnen sich uns immer wieder besondere Gelegenheiten. Chancen, die wir nur einmal im Leben haben. Man könnte meinen, es wäre töricht, sie nicht zu nutzen. Schließlich würden andere Menschen alles für solch eine Gelegenheit geben.

Doch nur weil etwas sehr selten ist, muss es nicht für dich wertvoll sein. Nur weil andere davon enorm profitieren würden, muss es nicht für dich hilfreich sein. Vielleicht ist es wirklich eine einmalige Gelegenheit. Doch was bringt dir das, wenn sie nicht mit deinen Zielen und Vorstellungen übereinstimmt? Lass dich nicht davon beirren, ob etwas selten ist. Viel wichtiger ist, welche Bedeutung es für dich hat.

Gute Gelegenheiten kommen wie Züge. Du solltest nicht einfach in einen hineinsteigern, nur weil gerade einer da ist. Schau erst, wohin er dich führt.

Wann ist der beste Zeitpunkt?

Es ist essentiell, dass wir die richtigen Sachen tun. Dass wir uns täglich bewusst entscheiden, welche Dinge wir erledigen wollen. Doch es wäre naiv zu denken, dass es nur darauf ankommt, die richtigen Sachen zu tun. Es ist natürlich auch wichtig, wie und wann wir sie tun. Für verschiedene Sachen gibt es verschiedene ideale Zeitpunkte. Diese können teilweise stark variieren.

Es lohnt sich, zu erkunden, wann die besten Zeiten sind, bestimmte Dinge zu erledigen. Daniel Pink hat in seinem Buch „When: Der richtige Zeitpunkt“ gezeigt, dass es verschiedene Menschentypen mit jeweils eigenen Tagesrhythmen gibt. Wir können uns solche empirischen Erkenntnisse zunutze machen. Unseren Tag möglichst dementsprechend strukturieren. Letztendlich ist es jedoch wichtig, dass du deine eigene Erfahrungen machst. Schaust, was für dich am besten funktioniert. Experimentiere mit verschiedenen Tagesabläufen. Was kannst du wann am besten machen? Es mag eine Weile dauern, bis du das für dich herausfindest. Doch die Arbeit ist es allemal wert. Wenn du erstmal weißt, was momentan das Wichtige ist und wann du es am besten machen kannst, kannst du dich voll auf die Umsetzung fokussieren.

Nimm dir Zeit für nichts

Wir versuchen immer produktiver zu werden. Zu schauen, wie wir mehr in weniger Zeit erledigen können. Wie wir die richtigen Sachen erledigen können. Das ist gut und wichtig.

Doch gleichzeitig sollten wir versuchen, auch einfach mal gar nichts zu tun. Nicht immer nur nach Leistung zu streben. Stattdessen einfach mal zu sein. Nichts Zielorientiertes zu tun. Diese Zeit dient als Ausgleich. Zur Regeneration. Gleichzeitig dient sie für neue Ideen und Impulse. Nicht indem wir danach streben. Einfach indem wir Raum geben. Uns Zeit für Nichts nehmen. Diese Zeit ist essentiell. Genauso wichtig für unseren Erfolg wie die produktive Arbeit.

Entscheidest du dich wirklich?

Jeden Tag begegnen uns unzählige Optionen. Ständig müssen wir zwischen ihnen auswählen. Schließlich können wir nicht alles machen. Ständig müssen wir Entscheidungen treffen. Doch tun wir das wirklich? Treffen wir wirklich Entscheidungen?

Auf den ersten Blick ist das eine triviale Frage. Natürlich tun wir das. Letztendlich entscheiden wir uns ja für oder gegen Dinge. Doch lass uns einen Schritt zurück gehen. Was sind eigentlich Entscheidungen? Im Prinzip die Auswahl aus einer Menge verfügbarer Optionen. Schauen wir uns das Wort jedoch genauer an, können wir tiefer gehen: Ent–scheidung. Es geht um Trennung. Genauso wie wir uns für eine oder mehrere Optionen entscheiden, so entscheiden wir uns gleichzeitig gegen alle anderen Optionen – zumindest vorerst. Damit trennen wir uns von ihnen. Und genau das machen wir oft nicht.

Wenn wir uns scheinbar für oder gegen etwas entscheiden, so denken wir oft später noch darüber nach. Der Akt der Entscheidung ist für uns nicht abgeschlossen und wir wiederholen ihn immer und immer wieder. Wir treffen keine wirklich Entscheidung. Schließen sie nicht ab. Trennen uns nicht von bestimmten Optionen. Oft aus Angst, dass wir dadurch etwas verpassen.

Doch damit nehmen wir uns selbst die große Kraft von Entscheidungen. Denn wenn wir uns wirklich für oder gegen etwas entscheiden, befreit uns das. Unser Fokus steht fest. Wir müssen keine Zeit und Energie mehr mit den anderen Sachen verbringen. Schließlich haben wir uns gegen sie entschieden – uns von ihnen getrennt.

Richtig Entscheidungen zu treffen, ist eine hohe Kunst und essentiell in unserem Leben. Dabei geht es nicht nur darum, wie wir Entscheidungen treffen, sondern auch was für Entscheidungen wir treffen. Das Ziel: Entscheidungen zu treffen, die 1000 andere Entscheidungen überflüssig machen.

Was ist mit dir? Triffst du Entscheidungen? Oder wählst du einfach nur aus? Nur um im nächsten Moment wieder vor der gleichen Frage zu stehen.

Nutze wenig Zeit zu deinem Vorteil

Du hast keine Zeit. Wir alle sind beschäftigt und haben keine Zeit. Es gibt einfach zu viel zu tun.

Doch statt darüber zu verzweifeln, kannst du einfach das Positive daran sehen. Denn nur wenig Zeit für etwas zu haben, kann auch sehr vorteilhaft sein.

Wenn wir viel Zeit für etwas einplanen, brauchen wir meistens auch lange dafür. Es ist völlig natürlich, dass wir für Sachen länger brauchen, für die wir auch mehr Zeit haben. Das ist im Parkinsonschen Gesetz sehr gut formuliert:

„Arbeit dehnt sich in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht.“

– Cyril Northcote Parkinson

Das bedeutet, dass du dir nicht zu viel Zeit geben solltest. Dass du vielleicht deutlich effektiver bist, wenn du nur wenig Zeit hast.
Dann kannst du es dir nicht leisten, dich auf unwichtige Sachen zu fokussieren. Ganz automatisch konzentrierst du dich auf die wesentlichen Dinge. Du musst dich ständig fragen und entscheiden, was wirklich wichtig ist.

Sieh es also nicht als Nachteil, nur wenig Zeit für etwas zu haben. Nutze die Zeit so gut wie es geht und bringe die wesentlichen Dinge voran. Werde dir bewusst, wie viel effektiver du ganz automatisch arbeitest. Vielleicht gefällt es dir sogar so sehr, dass du dir selbst nur noch strenge Zeitblocks für deine Aufgaben gibst. Doch am wichtigsten: Handle. Denn mehr Zeit bekommst du nicht.

Weniger ist die Antwort

Oft meinen wir, dass mehr die Antwort wäre. Dass mehr besser wäre. Ständig ist unser Bestreben nach mehr ausgerichtet. Doch mehr macht vieles nicht besser. Weder bei Produkten, Ideen noch in unserem Leben.

Ganz im Gegenteil: Ab einem gewissen Punkt, werden Dinge durch das Hinzufügen sogar schlechter.

Dinge werden durch Wegnehmen besser. Indem wir Unnötiges aussortiere. Überflüssiges entfernen.

„Das Aussortieren des Unwesentlichen ist der Kern aller Lebensweisheit.“

– Lin Yutang

Wir stopfen unser Leben mit immer mehr Dingen voll. Wollen immer mehr Features und Gadgets. Unser Streben nach mehr scheint keine Grenzen zu kennen. Kaum haben wir etwas, wollen wir mehr davon. Oder das Nächste. Ein besseres Tool. Die nächste Beförderung. Die nächste Reise. Ein noch besseres Erlebnis. Mehr.

Dabei merken wir doch schon lange, dass uns das nicht glücklich macht. Innerlich sehnen wir uns nach Einfachheit. Das Leben ist so stressig und komplex geworden. Wie schön es wäre, wäre alles ganz simpel.

Liegt es nicht an uns, wie kompliziert wir unser Leben gestalten? Wie viel wir in unser Leben hineinlassen? Was wir wollen? Was wir als wichtig erachten? Natürlich ist es nicht einfach, sich von dem „modernen“ Leben plötzlich zu entziehen. Dennoch ist es möglich. Du kannst ganz einfach aussteigen. Dich nur noch auf die Sachen fokussieren, die dich glücklich machen.

Das ist einfach gesagt, ich weiß. Denn natürlich haben all die Sachen, auch ihr Gutes. Sie lenken uns ab. So müssen wir uns nicht mit uns selbst beschäftigen. Was wir eigentlich wirklich wollen. Wir müssen uns nicht mit den wirklich schwierigen Dingen konfrontieren. Können lieber das bekannte Übel wählen. Einfach weiter machen. Mehr wollen.

Ist es das, was du wirklich willst? Ich denke nicht. Tief in dir weißt du, dass mehr nicht die Antwort ist. Dass du ein anderes Leben führen möchtest. Richtig? Worauf wartest du?

Es sind keine riesigen Veränderungen nötig. Du musst nicht auf einmal, alles anders machen. Fokussiere dich einfach auf die wesentlichen Dinge. Auf die Sachen, die dir wirklich wichtig sind. Fokussiere dich auf weniger. Tue weniger.

Weniger, aber besser.

Wie entscheidest du, was du tust?

Entscheidungen. Unaufhörlich treffen wir welche. Man sollte meinen, wir wären gut daran. Doch es gibt wenig, womit sich die meisten Menschen so schwertun. Man könnte meinen, dass sei paradox.

Und es geht noch weiter: Wir haben so viele Optionen. So viele Freiheiten. Sollte man da nicht meinen, dass es leicht wäre, uns zu entscheiden? Oder wird es dadurch erst richtig kompliziert?

Wäre es nicht schön, wenn du einen klaren Kompass hättest, nach dem du deine Entscheidungen treffen könntest? Das würde so vieles leichter machen. Doch wie kommst du zu deinem Kompass? Denn einfach nur ein Kompass bringt dich nicht weiter. Du brauchst deinen eigenen.

Auf der Suche nach einem geeigneten Kompass, stellt sich schnell die Frage, was so flexibel und allgemeingültig sein könnte. Die Antwort: Prinzipien. Grundlegende Prinzipien, die dein Leben bestimmen und die Essenz umfassen, was dir wichtig ist. Sie sind die Grundsätze, die deinem Handeln und Verhalten zugrunde liegen.

Wünscht du dir etwas Greifbareres? Sind dir Prinzipien zu abstrakt? Wie wäre es mit Folgendem: Folge dem Widerstand. Wenn du großen Widerstand gegen etwas verspürst, sind die Chancen gut, dass du es tun solltest. Dass dies der Weg für inneren Wachstum und Entwicklung ist.

Widerstand kann viele Formen annehmen. Oft begegnet er uns in Form von Angst. Hast du Angst, etwas zu tun? Dann solltest du vielleicht genau das tun. Natürlich sollst du deine Gesundheit nicht gefährden. Es geht nicht darum, fahrlässig zu sein. Stattdessen willst du erkennen, wenn du dich selbst sabotierst. Mal wieder den sicheren Weg wählst.

Wie entscheidest du nun in schwierigen Situationen? Folge dem Widerstand. Wähle nicht sofort den einfachen Weg. Sondern den Lohnenswerten. Alleine das ist ein guter Kompass, der dich in vielen Situationen unterstützten kann. Zumindest wenn du bereit bist, dich nicht nur den schwierigen Situationen zu stellen, sondern auch dem, was anschließend kommt.

Denn natürlich sind nicht nur Entscheidungen schwer. Oft ist der ganze Weg schwer. Und oft sind es die steinigen Wege, die wir gehen sollten.

Wann ist der richtige Moment?

Kennst du solche Momente in denen du inspiriert bist? In denen du voller Schöpfungskraft steckst? In denen Kreativität nur so aus dir heraussprudelt? In denen die Arbeit wie von selbst passiert?

Sicherlich kennst du sie. Sicherlich kennst du auch Momentente, in denen genau das Gegenteil herrscht. Wenn einfach gar nichts geht.

Wie gehst du damit um? Wie kannst du möglichst viele Momente von den ersteren und möglichst wenig von den letzteren haben?

Es fängt wohl damit an, zu akzeptieren, dass es beide Momente gibt. Es gibt verschiedene Zeiten für unterschiedliche Sachen. Du kannst nicht alles zu jeder Zeit gleich gut tun.

Bedeutet das, dass du immer auf inspirierende Momente warten musst? Nicht unbedingt. Etwas professionell zu tun, bedeutet da zu sein – egal, was ist. Egal, wie es gerade in dir aussieht. Egal, ob du gerade Lust hast. Du tust es, weil es das ist, was du tust. Weil du jemand bist, der das tut. Weil du ein Pro bist.

Zum Glück haben wir Einfluss darauf, in welchem Zustand wir gerade sind. Wir müssen nicht darauf hoffen, dass uns irgendwann Kreativität, Lust und Energie überkommt. Indem wir immer wieder aufkreuzen, kommen wir auch immer häufiger in den „richtigen“ Zustand.

Darum sind Routinen so unglaublich mächtig. Vor allem wenn wir sie bewusst gestalten. Wenn wir uns Zeiten und Raum für unsere wichtige Arbeit schaffen. Wenn wir immer und immer wieder aufkreuzen.

Also, manchmal klappen Sachen einfach nicht so gut. Wir sind nicht so produktiv oder kreativ, wie wir es uns wünschen. Das ist in Ordnung. Solche Momente darf es auch mal geben. Doch trotzdem da zu sein. Die Arbeit trotzdem zu tun, reduziert die Häufigkeit dieser Momente enorm. Egal wie groß der Widerstand ist, sei trotzdem da. Einfach nur um da zu sein. Nicht für ein Ergebnis.

Der richtige Moment ist nie da und gleichzeitig immer.

Es gibt nicht den richtigen Weg

Bist du auf der Suche nach dem richtigen Weg? Die richtige Methode? Technik? Mentor? Idee? Dann ist das vielleicht dein Problem.

Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass deine Suche nur ein weiterer Versuch ist, dich von der wirklichen Arbeit abzuhalten? Wir können Ewigkeiten damit verbringen, das „Richtige“ zu suchen. Manch einer sucht sogar mit der unbewussten Hoffnung, nie fündig zu werden.

Das bedeutet nicht, dass wir nicht unsere Optionen abwägen sollten. Nicht versuchen sollten, den besten Weg zu gehen. Doch viel wichtiger ist es, dass wir überhaupt einen gehen.

Sicherlich sind einige Wege deutlich besser als andere. Was bringen dir diese jedoch, wenn du gar keinen gehst? Nur weil du dich nicht entscheiden kannst. Weil du nicht losgehst.

Sachen funktionieren nur, wenn wir sie auch tun.

Also, hör auf nach dem besten Weg zu suchen. Schau dir deine Möglichkeiten an. Halte kurz inne. Doch dann lauf los. Begib dich auf deine Reise.

Unterwegs kannst du deinen Kurs immer noch korrigieren. Vielleicht wirst du sogar merken, dass du unterwegs viel bessere Entscheidungen treffen kannst. Dass sich dir ganz andere Optionen eröffnen, sobald du dich erstmal in Bewegung gesetzt hast.

Das nächste Mal, wenn du dich fragst: „Was ist das Richtige?“, frage dich lieber: „Was ist das Beste, was ich jetzt und unter diesen Umständen tun kann?“. Und dann tust du es.

Entscheide dich gegen gute Gelegenheiten

Wir leben in einer Welt der Möglichkeiten. Jedem von uns eröffnen sich unglaublich viele Optionen. Oft sind wir uns dessen gar nicht bewusst. Zu sehr ist es schon normal geworden. Doch oft haben wir nicht einfach nur Möglichkeiten, sondern sogar viele wirkliche Gute. Und damit kommen wir nicht zurecht.

Diese Freiheit, selbst entscheiden zu können, kommt mit einem Preis. Es ist der Preis, entscheiden zu müssen. Denn du kannst nicht alles machen. Nicht alles haben. So sehr du es auch versuchst.

Das bedeutet auch, dass du dich gegen gute Sachen entscheiden musst. Gegen wunderbare Gelegenheit. Selbst wenn dich jemand für verrückt erklärt, dass du eine einzigartige Gelegenheit nicht wahrnimmst. Denn sei dir bewusst: Nur wenn du dich gegen Sachen entscheidest, kannst du dich wirklich für etwas entscheiden.

Müssen wir uns immer gegen Sachen entscheiden? Nein, natürlich nicht. Doch in den allermeisten Fällen wollen wir zu viele Sachen gleichzeitig. Wir wollen uns nicht entscheiden. Nichts verpassen. Möglichst alles mitnehmen. Doch auch das Nichtentscheiden ist eine Entscheidung. Und meistens nicht die beste.

Indem wir uns nicht bewusst für und gegen Sachen entscheiden, nehmen wir uns das Potenzial von so vielem. Am Ende wundern wir uns dann, wenn es doch nicht so ausgeht, wie wir uns erhofft hatten. Dabei haben wir selbst dazu beigetragen.

Siehe jede Entscheidung immer im Kontext deiner Ziele, Wünsche, Verpflichtungen und anderer Entscheidungen – nie isoliert. Dann fällt es dir auch leichter einfach mal „Nein, aber danke für diese wunderbare Möglichkeit“ zu sagen.