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Category Archives for "Entwicklung"

Hast du Angst?

Das ist gut. Angst und Widerstand zeigen dir, dass du auf dem richtigen Weg bist. Dass du etwas tust, dass Bedeutung hat. Du bist unvorbereitet. Weißt nicht genau, was du tun sollst. Doch wie kann es anders sein? Schließlich gehst du nicht den sicheren Weg. Greifst nicht auf bewährte Optionen zurück. Du machst etwas Neues. Du veränderst etwas. Du darfst Angst haben.

Natürlich gibt es auch Situationen, die für uns gefährlich sind. Von diesen spreche ich nicht. In den meisten Fällen ist unsere Lebensgrundlage nicht bedroht. Dann ist es wichtig, die Angst anzunehmen und den Weg trotzdem zu gehen.

Erfinde dich neu

Leben ist Veränderung. Ob es dir gefällt oder nicht. Auch du veränderst dich. Die Frage ist also nicht, ob du dich veränderst, sondern ob du den Prozess gestaltest. In einer Welt die ständig im Wandel ist, reicht es nicht, kontinuierlich etwas zu tun. Auch wir müssen uns weiterentwickeln. Nicht immer. Nicht alles. Doch immer wieder.

Sich selbst neu zu erfinden, bedeutet gleichzeitig Altes loszulassen. Es bedeutet manchmal Sachen, die jetzt funktionieren, aufzugeben. Keine Schöpfung ohne Zerstörung. Keine Geburt ohne Tod. Nichts Aktives ohne etwas Passives.

Dir ist bewusst, dass du dich veränderst. Älter wirst. Dass sich die Welt um dich herum verändern. Wehre dich nicht dagegen. Öffne dich dem Prozess. Gestalte ihn. Erfinde dich immer wieder neu.

Nutze Bezeichnungen bewusst

Ständig benutzen wir Bezeichnungen für uns und andere. Für unseren Beruf. Hobbys. Familienstand. Für alles mögliche verteilen wir Etiketten. Schließlich ist es einfacher, in solchen Kategorien zu denken.

Doch sei vorsichtig, was du für Bezeichnungen nutzt. Denn diese werden schnell zu deiner Realität. Wie wir andere Menschen und uns selbst bezeichnen, so behandeln wir sie und handeln selbst entsprechend. Wir werden zu den Bezeichnungen.

Momentum

Starten ist schwer. Es erfordert oft einiges an Energie, um etwas ins Rollen zu bringen. Wir Menschen sind träge. Darum werden neue Vorhaben nach nur kürzester Zeit fallengelassen.

Etwas einfach weiterzumachen, ist meistens leichter. Der Widerstand ist meistens größer, wenn du etwas verändern willst. Nutze dies. Starte ganz klein. Bring es irgendwie in Bewegung. Dann mache ganz kleine Schritte. Zu klein um zu scheitern. Nutze das Momentum. Schon bald hast du genügend Schwung, sodass du mitgezogen wirst.

Versuche nicht, beschäftigt zu sein

So viele Menschen sind ständig dabei, etwas zu tun. Wenn sie beschäftigt sind, sind sie auch produktiv. Zumindest denken sie das. Doch das ist natürlich nicht so. Nur weil du etwas tust, heißt es nicht, dass du auch produktiv bist.

Stürze dich nicht immer gleich aufs Nächste. Du musst nicht immer etwas tun. Schaue stattdessen, was überhaupt sinnvoll ist. Was ist wichtig? Wie kann das Problem am besten gelöst werden? Identifiziere dich nicht damit, dass du ständig beschäftigt bist. Vor allem zieh nicht deinen Selbstwert daraus. Oft kannst du den größten Beitrag leisten, indem du Abstand gewinnst und die wesentlichen Dinge identifizierst.

Fokussieren und erkunden

Man könnte meinen, ein Essentialist fokussiert sich vor allem auf wenige Sachen. Und natürlich tut er das auch. Statt möglichst viel zu machen, fokussiert er sich auf die wesentlichen Dinge. Doch das ist nur eine Seite der Medaille.

Um sich auf die wesentlichen Dinge fokussieren zu können, muss man sie zuvor identifizieren können. Das setzt voraus, dass man sich mit vielen Ideen auseinandersetzt. Erkundet, beleuchtet, hinterfragt und bewertet. Beim Essentialismus ist es also essentiell, dass man sich mit vielen verschiedenen Sachen intensiv auseinandersetzt. Das scheint erstmal gegen das Wesen vom Essentialismus zu gehen. Doch das ist es nicht. Statt sich oberflächlich mit allem möglichen immer wieder zu beschäftigen, setzt man sich mit den Themen ausgiebig und bewusst auseinander. So kann man entscheiden, ob sich ein weiteres Erkunden mit den Themen lohnt oder ob man sich auf etwas anderes fokussiert.

Es geht um den Fortschritt

Bei deinem 1. Training bist du völlig untrainiert. Bei deinem 1000. Training bist du stark und durchtrainiert.

Bei deinem 1. Vortrag bist du unsicher und nervös. Bei deinem 1000. Vortrag wirkst du seriös, selbstsicher und professionell.

Dein 1. Blogbeitrag ist schlecht (meiner war es zumindest). Dein 1000. ist großartig (meiner wird es hoffentlich).

Es geht nicht darum, wie gut oder schlecht du etwas am Anfang machst. Jeder hat mal angefangen. Jeder war mal schlecht. Jeder kann sich verbessern. Es ist nicht wichtig, wo du momentan bist, sondern wie deine Entwicklung verläuft. Fokussiere dich auf den Prozess. Werde besser und lerne.

Wirkliche Prioritäten

Du weißt, was deine Prioritäten sind. Doch sind sie es wirklich? Betrachte dein Leben. Was du Tag für Tag machst. Womit verbringst du deine Zeit? Mit welchen Sachen ist dein Tag gefüllt? Auf Social Media Plattformen herumlungern? E-Mails beantworten? Serien schauen? Nach Angeboten recherchieren? Irgendwelche Berichte erstellen?

Das sind deine Prioritäten. Es sind die Sachen, mit denen du dich alltäglich beschäftigst. Es sind nicht die Sachen, von denen du meinst und sagst, dass sie dir wichtig sind. Wie oft meinen wir, dass unsere Familie, unsere Gesundheit, unser Herzensprojekt unsere Prioritäten wären. Doch handeln wir entsprechend?

Deine Prioritäten stehen ganz oben. Es sind die Sachen, die du täglich wirklich tust. Für die du keine Zeit findest, sondern Zeit und Raum schaffst. Es sind die Sachen, die du auch an einem langen und stressigen Tag tust. Also, was sind wirklich deine Prioritäten?

Den Weg zu kennen, reicht nicht aus

Du weißt, was du tun musst. Du hast viel darüber gelesen und gehört. Viele andere sind den Weg schon erfolgreich gegangen. Du kennst den Weg. Weißt, wo er lang führt. Doch das reicht nicht. Es reicht nicht, den Weg zu kennen.

Es macht einen Unterschied, ob du den Weg kennst oder ob du den Weg gehst.

Es ist etwas komplett anderes, wenn du den Weg selbst gehst. Wenn du täglich die Hindernisse überwinden musst. All die Mühe und Energie aufbringen musst. Es reicht nicht, etwas nur zu kennen. Du musst den Weg auch gehen. Sei dir diesem Unterschied immer bewusst.

Wie wichtig ist die richtige Richtung?

Entscheidungen sind oft nicht einfach. Und teilweise fehlt uns die Grundlage, um eine gute Entscheidung zu treffen. Manchmal wissen wir einfach nicht, was und wohin wir wollen. Und dann? Tümpeln wir vor uns her und hoffen, dass wir irgendwann die Antwort finden? Dass wir irgendwann herausfinden, was wir wollen? Hoffentlich nicht.

Es kann ein sehr langer und komplizierter Weg sein, bis wir endlich herausfinden, was wir wirklich wollen. Bis wir Klarheit haben, wo es mit uns hingeht. Und selbst dann kann sich das jederzeit wieder ändern. Statt auf eine Antwort zu warten, können wir uns aufmachen und aktiv nach einer suchen. Wichtig ist das wir Dinge tun. So können wir viel besser einschätzen, was mit uns resoniert.

Natürlich besteht damit die Gefahr, dass wir Dinge tun, die sich später als nicht sinnvoll herausstellen. Dass wir eigentlich in eine andere Richtung hätten gehen sollen. Doch sinnlos sind sie trotzdem nicht gewesen. Schließlich wissen wir jetzt mehr. Außerdem kannst du dich auf Dinge fokussieren, die du fast immer brauchst. Egal wofür du dich entscheidest, es wird immer Sachen geben, die für andere Tätigkeiten und Projekte auch wichtig sind. Du kannst dich darauf fokussieren, Soft Skills zu entwickeln. Lerne, klar zu kommunizieren und zu denken. Gut schreiben zu können, ist immer hilfreich. Viele andere Fähigkeiten wie du sie für Webdesign, Handwerk oder Sportarten brauchst, bringen dich auch weiter. Fokussiere dich auf die grundlegenden Fähigkeiten hinter diesen Sachen. Diese kannst du meistens für fast alles anwenden.

Wenn du also nicht genau weißt, was du willst oder dich nicht entscheiden kannst, solltest du auf jeden Fall trotzdem etwas tun. Nicht einfach irgendetwas. Dinge, bei denen du lernst. Selbst wenn du dich nicht sofort für das „Richtige“ entscheidest, du lernst du trotzdem viel Wertvolles.