Wirkliche Prioritäten

Du weißt, was deine Prioritäten sind. Doch sind sie es wirklich? Betrachte dein Leben. Was du Tag für Tag machst. Womit verbringst du deine Zeit? Mit welchen Sachen ist dein Tag gefüllt? Auf Social Media Plattformen herumlungern? E-Mails beantworten? Serien schauen? Nach Angeboten recherchieren? Irgendwelche Berichte erstellen?

Das sind deine Prioritäten. Es sind die Sachen, mit denen du dich alltäglich beschäftigst. Es sind nicht die Sachen, von denen du meinst und sagst, dass sie dir wichtig sind. Wie oft meinen wir, dass unsere Familie, unsere Gesundheit, unser Herzensprojekt unsere Prioritäten wären. Doch handeln wir entsprechend?

Deine Prioritäten stehen ganz oben. Es sind die Sachen, die du täglich wirklich tust. Für die du keine Zeit findest, sondern Zeit und Raum schaffst. Es sind die Sachen, die du auch an einem langen und stressigen Tag tust. Also, was sind wirklich deine Prioritäten?

Den Weg zu kennen, reicht nicht aus

Du weißt, was du tun musst. Du hast viel darüber gelesen und gehört. Viele andere sind den Weg schon erfolgreich gegangen. Du kennst den Weg. Weißt, wo er lang führt. Doch das reicht nicht. Es reicht nicht, den Weg zu kennen.

Es macht einen Unterschied, ob du den Weg kennst oder ob du den Weg gehst.

Es ist etwas komplett anderes, wenn du den Weg selbst gehst. Wenn du täglich die Hindernisse überwinden musst. All die Mühe und Energie aufbringen musst. Es reicht nicht, etwas nur zu kennen. Du musst den Weg auch gehen. Sei dir diesem Unterschied immer bewusst.

Wie wichtig ist die richtige Richtung?

Entscheidungen sind oft nicht einfach. Und teilweise fehlt uns die Grundlage, um eine gute Entscheidung zu treffen. Manchmal wissen wir einfach nicht, was und wohin wir wollen. Und dann? Tümpeln wir vor uns her und hoffen, dass wir irgendwann die Antwort finden? Dass wir irgendwann herausfinden, was wir wollen? Hoffentlich nicht.

Es kann ein sehr langer und komplizierter Weg sein, bis wir endlich herausfinden, was wir wirklich wollen. Bis wir Klarheit haben, wo es mit uns hingeht. Und selbst dann kann sich das jederzeit wieder ändern. Statt auf eine Antwort zu warten, können wir uns aufmachen und aktiv nach einer suchen. Wichtig ist das wir Dinge tun. So können wir viel besser einschätzen, was mit uns resoniert.

Natürlich besteht damit die Gefahr, dass wir Dinge tun, die sich später als nicht sinnvoll herausstellen. Dass wir eigentlich in eine andere Richtung hätten gehen sollen. Doch sinnlos sind sie trotzdem nicht gewesen. Schließlich wissen wir jetzt mehr. Außerdem kannst du dich auf Dinge fokussieren, die du fast immer brauchst. Egal wofür du dich entscheidest, es wird immer Sachen geben, die für andere Tätigkeiten und Projekte auch wichtig sind. Du kannst dich darauf fokussieren, Soft Skills zu entwickeln. Lerne, klar zu kommunizieren und zu denken. Gut schreiben zu können, ist immer hilfreich. Viele andere Fähigkeiten wie du sie für Webdesign, Handwerk oder Sportarten brauchst, bringen dich auch weiter. Fokussiere dich auf die grundlegenden Fähigkeiten hinter diesen Sachen. Diese kannst du meistens für fast alles anwenden.

Wenn du also nicht genau weißt, was du willst oder dich nicht entscheiden kannst, solltest du auf jeden Fall trotzdem etwas tun. Nicht einfach irgendetwas. Dinge, bei denen du lernst. Selbst wenn du dich nicht sofort für das „Richtige“ entscheidest, du lernst du trotzdem viel Wertvolles.

Das perfekte Ich

Es ist verrückt, wie wir stets versuchen, ein bestimmtes Bild von uns selbst aufrechtzuerhalten. Ein Bild von uns ohne Fehler. Ohne Ängste. Zweifel. Rückschläge. Doch wir wissen selbst, dass wir so nicht sind. Und das ist völlig in Ordnung.

Auch wenn wir uns unsere Fehler und „schlechte“ Seiten eingestehen, so wünschen wir uns meistens trotzdem diese nicht zu haben. Wir versuchen weiterhin dieses Idealbild aufrechtzuerhalten. Dabei merken wir nicht, wen wir damit am meisten zu täuschen versuchen. Uns selbst. Auch wenn uns das nie wirklich gelingen mag, so halten wir an diesem oberflächlichen Bild fest.

Die Folge: Wir werden diesem Bild nicht gerecht. Wir vergleichen unser Wunschbild ständig mit unserem Selbstbild. Fokussieren uns darauf, wie wir nicht sind. Denn wir sind nicht ohne Fehler. Setzen nicht alles perfekt um. Gefallen nicht immer jedem. So fühlen wir uns schnell „nicht genug“ oder sogar „falsch“. Ein sicherer Weg zum Unglücklichsein.

Der Ausweg? Zu leben, wie wir wirklich sind. Nicht versuchen ein Bild aufrechtzuerhalten. Fehler machen. Vor allem: sich Fehler auch eingestehen. Authentisch sein. Menschlich sein. Und überhaupt: sein.

Wenn es besser ist

Es ist einfach zu sagen, du wartest, bis es besser ist. Bis nicht mehr so viel los ist. Bis die Situation sich verändert hat. Doch vielleicht wird immer etwas los sein. Vielleicht gehört das Chaos einfach zum Leben. Es wird nie alles gut und ruhig sein. Irgendwo wird es immer stürmen. Irgendwo wird es immer ein Drama geben. Worauf willst du warten?

Statt zu hoffen, dass es jemals genau richtig ist, kannst du damit umgehen. Du kannst akzeptieren, dass manche Dinge einfach zum Leben gehören. Dass die Umstände nie richtig sein werden. Dass es immer Sachen gibt, die uns ablenken. Alles im Leben ist im Wandel. Spannung und Druck gehören ebenso dazu. Akzeptiere es und mach das beste draus.

Ist das die beste Option?

Du bist dir sicher, wie es funktioniert. Du weißt, was du erreichen willst und wie du es erreichst. Doch wie kannst du dir sicher sein? Noch wichtiger: Woher weißt du, dass dies der beste Weg ist?

Es kann so schnell passieren, dass wir uns auf einen Weg versteifen und andere Optionen nicht mehr berücksichtigen. Und das ist auch gut so. Schließlich wollen wir vorankommen und nicht ständig abwägen, ob es nicht anders bessere wäre. Doch gleichzeitig nehmen wir uns so die Möglichkeit, bessere Wege zu finden. Wie können wir damit umgehen?

Wir können uns auf einen Weg und eine Sache fokussieren. Gleichzeitig können wir offen für andere Optionen bleiben. Die meiste Energie auf eine Sache fokussieren. Zusätzlich experimentieren, ob nicht doch andere Optionen bessere geeignet wären. Es wäre fatal zu meinen, so wie wir es machen, wäre es am besten. Es geht immer besser. Irgendetwas kann man immer optimieren. Wir sollten uns nicht mit gut genug zufriedengeben.

Dabei können wir uns vor allem auf den Prozess des Besserwerdens fokussieren. Wie können wir mehr und besser lernen? Wie können wir mehr Sachen schnell und günstig testen?

Es geht nicht darum, am Anfang den besten Weg für etwas herauszufinden. Stattdessen sollte wir immer offen und flexibel für bessere Optionen bleiben.

  • Aktualisiert 2. September 2019
  • Pro

Wann ist der beste Zeitpunkt?

Es ist essentiell, dass wir die richtigen Sachen tun. Dass wir uns täglich bewusst entscheiden, welche Dinge wir erledigen wollen. Doch es wäre naiv zu denken, dass es nur darauf ankommt, die richtigen Sachen zu tun. Es ist natürlich auch wichtig, wie und wann wir sie tun. Für verschiedene Sachen gibt es verschiedene ideale Zeitpunkte. Diese können teilweise stark variieren.

Es lohnt sich, zu erkunden, wann die besten Zeiten sind, bestimmte Dinge zu erledigen. Daniel Pink hat in seinem Buch „When: Der richtige Zeitpunkt“ gezeigt, dass es verschiedene Menschentypen mit jeweils eigenen Tagesrhythmen gibt. Wir können uns solche empirischen Erkenntnisse zunutze machen. Unseren Tag möglichst dementsprechend strukturieren. Letztendlich ist es jedoch wichtig, dass du deine eigene Erfahrungen machst. Schaust, was für dich am besten funktioniert. Experimentiere mit verschiedenen Tagesabläufen. Was kannst du wann am besten machen? Es mag eine Weile dauern, bis du das für dich herausfindest. Doch die Arbeit ist es allemal wert. Wenn du erstmal weißt, was momentan das Wichtige ist und wann du es am besten machen kannst, kannst du dich voll auf die Umsetzung fokussieren.

Überprüfst du deine Annahmen?

Täglich gehen wir in die Welt raus und machen etwas. Wir erledigen Aufgaben, starten Projekte, sind in Meetings und setzen neue Ideen um. Doch bei wie vielen dieser Sachen können wir uns wirklich sicher sein, dass sie funktionieren und effektiv sind? So oft nehmen wir an, dass sie so funktionieren, wie wir es denken. Schließlich ist es nur logisch. Es scheint ja so zu klappen. Oder es wurde schon immer so gemacht.

Doch klappt es wirklich so gut, wie du denkst? Anstatt einfach nur Annahmen zu machen, können wir sie überprüfen. Schauen, ob unsere Lösung wirklich so gut ist. Ob es nicht noch bessere Alternativen gibt. Doch das ist natürlich schwer. Es setzt voraus, dass wir überhaupt wissen, was wir wollen. Klarheit, worum es uns geht und was wir erreichen wollen. Es ist so viel einfacher, in dem Glauben zu bleiben, dass es gut ist, wie es ist. Statt den einfachen Weg zu gehen, kannst du dich fragen: Investiere ich in die richtigen Aktivitäten? Was nehme ich alles an, ohne es wirklich zu prüfen?

  • Aktualisiert 29. August 2019
  • Pro

Setze die richtige Priorität

Es wird laut und unruhig. Unzählige Informationen strömen auf dich ein. So viele Sachen, die du erledigen musst. Du weißt gar nicht, wo du anfangen sollst. Keine Chance, dass du das alles schaffst. Du ziehst den Kopf ein und beginnst den immer größer werdenden Berg an Aufgaben abzuarbeiten.

Kommt dir das bekannt vor? Die allermeisten werden ähnliche Situationen kennen. Natürlich sollten wir schauen, wie wir solche Situationen komplett vermeiden können. Doch wir können auch erstmal schauen, wie wir besser mit ihnen umgehen. Oft ist es doch so, dass wir uns einfach auf die Aufgaben stürzten. Sicherlich, wir schauen, was ist wichtig und dringend. Doch so schnell verlieren wir den größeren Blick im Getümmel. Wir verlieren eine unserer wichtigsten Fähigkeiten: zu priorisieren.

Man könnte meinen, dass man in solchen Situationen einfach nicht genügend Zeit hat, Abstand zu gewinnen. Schließlich müssen die Sachen erledigt werden. Da kann man sich nicht erstmal Zeit für sich und den groben Überblick nehmen.

Wie kann man das nicht? Gerade in solchen Situationen von Stress ist es wichtig, sich diese Zeit zu nehmen. Wenn du alle Aufgaben schnell erledigen kannst, musst du nicht priorisieren. Es wird ja alles erledigt. Doch wenn du nicht alles schaffen kannst, ist es umso wichtiger, dass du dich auf die richtigen Sachen fokussierst. Und seien wir mal ehrlich, du wirst nie alle Sachen erledigt bekommen. Es kommen immer neue Dinge hinzu. Was bedeutet das jetzt?

Egal wie stressig eine Situation ist, wir sollten immer auf uns selbst achten. Wir sollten immer darauf achten, dass wir in der Verfassung bleiben, Probleme bestmöglich zu lösen. Unsere Priorität sollte immer sein, dass wir unsere Fähigkeit zu priorisieren schützen.

Deine Umgebung ist größer als deine Willenskraft

Deine Motivation und Willenskraft werden langfristig nicht deine Umgebung übertreffen. Deine Umgebung hat einfach einen zu großen Einfluss auf ein Verhalten. Wer immer nur gegen die Strömung schwimmt, wird zwar stärker, doch irgendwann lässt er sich auch einfach nur noch treiben.

Daher ist es so wichtig, dass du dir eine förderliche Umgebung suchst oder selbst schaffst. Eine Umgebung, die dich bei der Erreichung deiner Ziele unterstützt. Die dich antreibt, zu wachsen und immer weiterzuentwickeln.