Das perfekte Ich

Es ist verrückt, wie wir stets versuchen, ein bestimmtes Bild von uns selbst aufrechtzuerhalten. Ein Bild von uns ohne Fehler. Ohne Ängste. Zweifel. Rückschläge. Doch wir wissen selbst, dass wir so nicht sind. Und das ist völlig in Ordnung.

Auch wenn wir uns unsere Fehler und „schlechte“ Seiten eingestehen, so wünschen wir uns meistens trotzdem diese nicht zu haben. Wir versuchen weiterhin dieses Idealbild aufrechtzuerhalten. Dabei merken wir nicht, wen wir damit am meisten zu täuschen versuchen. Uns selbst. Auch wenn uns das nie wirklich gelingen mag, so halten wir an diesem oberflächlichen Bild fest.

Die Folge: Wir werden diesem Bild nicht gerecht. Wir vergleichen unser Wunschbild ständig mit unserem Selbstbild. Fokussieren uns darauf, wie wir nicht sind. Denn wir sind nicht ohne Fehler. Setzen nicht alles perfekt um. Gefallen nicht immer jedem. So fühlen wir uns schnell „nicht genug“ oder sogar „falsch“. Ein sicherer Weg zum Unglücklichsein.

Der Ausweg? Zu leben, wie wir wirklich sind. Nicht versuchen ein Bild aufrechtzuerhalten. Fehler machen. Vor allem: sich Fehler auch eingestehen. Authentisch sein. Menschlich sein. Und überhaupt: sein.

Wenn es besser ist

Es ist einfach zu sagen, du wartest, bis es besser ist. Bis nicht mehr so viel los ist. Bis die Situation sich verändert hat. Doch vielleicht wird immer etwas los sein. Vielleicht gehört das Chaos einfach zum Leben. Es wird nie alles gut und ruhig sein. Irgendwo wird es immer stürmen. Irgendwo wird es immer ein Drama geben. Worauf willst du warten?

Statt zu hoffen, dass es jemals genau richtig ist, kannst du damit umgehen. Du kannst akzeptieren, dass manche Dinge einfach zum Leben gehören. Dass die Umstände nie richtig sein werden. Dass es immer Sachen gibt, die uns ablenken. Alles im Leben ist im Wandel. Spannung und Druck gehören ebenso dazu. Akzeptiere es und mach das beste draus.

Ist das die beste Option?

Du bist dir sicher, wie es funktioniert. Du weißt, was du erreichen willst und wie du es erreichst. Doch wie kannst du dir sicher sein? Noch wichtiger: Woher weißt du, dass dies der beste Weg ist?

Es kann so schnell passieren, dass wir uns auf einen Weg versteifen und andere Optionen nicht mehr berücksichtigen. Und das ist auch gut so. Schließlich wollen wir vorankommen und nicht ständig abwägen, ob es nicht anders bessere wäre. Doch gleichzeitig nehmen wir uns so die Möglichkeit, bessere Wege zu finden. Wie können wir damit umgehen?

Wir können uns auf einen Weg und eine Sache fokussieren. Gleichzeitig können wir offen für andere Optionen bleiben. Die meiste Energie auf eine Sache fokussieren. Zusätzlich experimentieren, ob nicht doch andere Optionen bessere geeignet wären. Es wäre fatal zu meinen, so wie wir es machen, wäre es am besten. Es geht immer besser. Irgendetwas kann man immer optimieren. Wir sollten uns nicht mit gut genug zufriedengeben.

Dabei können wir uns vor allem auf den Prozess des Besserwerdens fokussieren. Wie können wir mehr und besser lernen? Wie können wir mehr Sachen schnell und günstig testen?

Es geht nicht darum, am Anfang den besten Weg für etwas herauszufinden. Stattdessen sollte wir immer offen und flexibel für bessere Optionen bleiben.

  • Aktualisiert 2. September 2019
  • Pro

Wann ist der beste Zeitpunkt?

Es ist essentiell, dass wir die richtigen Sachen tun. Dass wir uns täglich bewusst entscheiden, welche Dinge wir erledigen wollen. Doch es wäre naiv zu denken, dass es nur darauf ankommt, die richtigen Sachen zu tun. Es ist natürlich auch wichtig, wie und wann wir sie tun. Für verschiedene Sachen gibt es verschiedene ideale Zeitpunkte. Diese können teilweise stark variieren.

Es lohnt sich, zu erkunden, wann die besten Zeiten sind, bestimmte Dinge zu erledigen. Daniel Pink hat in seinem Buch „When: Der richtige Zeitpunkt“ gezeigt, dass es verschiedene Menschentypen mit jeweils eigenen Tagesrhythmen gibt. Wir können uns solche empirischen Erkenntnisse zunutze machen. Unseren Tag möglichst dementsprechend strukturieren. Letztendlich ist es jedoch wichtig, dass du deine eigene Erfahrungen machst. Schaust, was für dich am besten funktioniert. Experimentiere mit verschiedenen Tagesabläufen. Was kannst du wann am besten machen? Es mag eine Weile dauern, bis du das für dich herausfindest. Doch die Arbeit ist es allemal wert. Wenn du erstmal weißt, was momentan das Wichtige ist und wann du es am besten machen kannst, kannst du dich voll auf die Umsetzung fokussieren.

Überprüfst du deine Annahmen?

Täglich gehen wir in die Welt raus und machen etwas. Wir erledigen Aufgaben, starten Projekte, sind in Meetings und setzen neue Ideen um. Doch bei wie vielen dieser Sachen können wir uns wirklich sicher sein, dass sie funktionieren und effektiv sind? So oft nehmen wir an, dass sie so funktionieren, wie wir es denken. Schließlich ist es nur logisch. Es scheint ja so zu klappen. Oder es wurde schon immer so gemacht.

Doch klappt es wirklich so gut, wie du denkst? Anstatt einfach nur Annahmen zu machen, können wir sie überprüfen. Schauen, ob unsere Lösung wirklich so gut ist. Ob es nicht noch bessere Alternativen gibt. Doch das ist natürlich schwer. Es setzt voraus, dass wir überhaupt wissen, was wir wollen. Klarheit, worum es uns geht und was wir erreichen wollen. Es ist so viel einfacher, in dem Glauben zu bleiben, dass es gut ist, wie es ist. Statt den einfachen Weg zu gehen, kannst du dich fragen: Investiere ich in die richtigen Aktivitäten? Was nehme ich alles an, ohne es wirklich zu prüfen?

  • Aktualisiert 29. August 2019
  • Pro

Setze die richtige Priorität

Es wird laut und unruhig. Unzählige Informationen strömen auf dich ein. So viele Sachen, die du erledigen musst. Du weißt gar nicht, wo du anfangen sollst. Keine Chance, dass du das alles schaffst. Du ziehst den Kopf ein und beginnst den immer größer werdenden Berg an Aufgaben abzuarbeiten.

Kommt dir das bekannt vor? Die allermeisten werden ähnliche Situationen kennen. Natürlich sollten wir schauen, wie wir solche Situationen komplett vermeiden können. Doch wir können auch erstmal schauen, wie wir besser mit ihnen umgehen. Oft ist es doch so, dass wir uns einfach auf die Aufgaben stürzten. Sicherlich, wir schauen, was ist wichtig und dringend. Doch so schnell verlieren wir den größeren Blick im Getümmel. Wir verlieren eine unserer wichtigsten Fähigkeiten: zu priorisieren.

Man könnte meinen, dass man in solchen Situationen einfach nicht genügend Zeit hat, Abstand zu gewinnen. Schließlich müssen die Sachen erledigt werden. Da kann man sich nicht erstmal Zeit für sich und den groben Überblick nehmen.

Wie kann man das nicht? Gerade in solchen Situationen von Stress ist es wichtig, sich diese Zeit zu nehmen. Wenn du alle Aufgaben schnell erledigen kannst, musst du nicht priorisieren. Es wird ja alles erledigt. Doch wenn du nicht alles schaffen kannst, ist es umso wichtiger, dass du dich auf die richtigen Sachen fokussierst. Und seien wir mal ehrlich, du wirst nie alle Sachen erledigt bekommen. Es kommen immer neue Dinge hinzu. Was bedeutet das jetzt?

Egal wie stressig eine Situation ist, wir sollten immer auf uns selbst achten. Wir sollten immer darauf achten, dass wir in der Verfassung bleiben, Probleme bestmöglich zu lösen. Unsere Priorität sollte immer sein, dass wir unsere Fähigkeit zu priorisieren schützen.

Deine Umgebung ist größer als deine Willenskraft

Deine Motivation und Willenskraft werden langfristig nicht deine Umgebung übertreffen. Deine Umgebung hat einfach einen zu großen Einfluss auf ein Verhalten. Wer immer nur gegen die Strömung schwimmt, wird zwar stärker, doch irgendwann lässt er sich auch einfach nur noch treiben.

Daher ist es so wichtig, dass du dir eine förderliche Umgebung suchst oder selbst schaffst. Eine Umgebung, die dich bei der Erreichung deiner Ziele unterstützt. Die dich antreibt, zu wachsen und immer weiterzuentwickeln.

Lass es niemals 2 Tage schleifen

Routinen und Gewohnheiten sind elementar für Produktivität und langfristigen Erfolg. Doch es passiert schnell, dass wir sie mal schleifen lassen. Wir müssen morgens sehr früh raus und kommen erst sehr spät abends zurück. Wir haben absolut keine Lust. Wir sind krank. Irgendetwas kommt dazwischen. Wir lassen unsere Routine ausfallen.

Das ist erstmal kein Drama. Ein Tag mehr oder weniger macht auf lange Sicht keinen Unterschied. Doch es besteht die Gefahr, dass sich dieses eine Mal negativ auf zukünftige Tage auswirkt. Der Widerstand wächst. Unsere Einstellung verändert sich. Es passiert schnell, dass aus einem Tag zwei werden. Und genau das willst du vermeiden!

Sicherlich, am besten ist es, wenn du erst gar keinen Tag ausfallen lässt. Wenn du immer täglich deine Routine verfolgst. Doch falls du doch einmal einen Tag aussetzt, achte unbedingt darauf, dass es kein zweiter Tag wird. Stelle sicher, dass du nach einem ausgesetzten Tag unbedingt wieder zu deiner Routine zurückfindest. So kannst du negative Auswirkungen sofort im Keim ersticken.

Bist du der Richtige?

Bist du es? Die richtige Person, um diese eine Idee Realität werden zu lassen? Liegt es an dir, das Projekt zum Leben zu erwecken? Oder ist es zu groß? Bist du nicht dafür geeignet? Wären andere besserer darin? Steckst du voller Zweifel? Fühlst du dich nicht bereit dafür?

Du wirst niemals bereit sein. Niemals wird der perfekte Moment kommen. Es geht nicht darum, ob du die perfekten Vorraussetzungen mitbringst. Ob jemand anderes es besser machen könnte.

Manchmal ist die Person, die willig ist, etwas zu tun, genau die richtige Person.

Hör auf, dich zu fragen, ob du es bist. Du hast die Chance in die Aufgabe hineinzuwachsen. Dein Bestes zu geben. Dich zu entwickeln und besser zu werden. Die Frage ist nicht, ob du. Sondern: „Wer sonst?“ Wer sonst, wenn nicht du. Also, geh raus, tue es und sei genau die richtige Person.

  • Aktualisiert 8. September 2019
  • Pro

Ist es vielleicht einfach nur anders?

Du hast diese neue Idee oder einen neuen Gedanken. Doch du spürst Widerstand. Ist es, weil diese Idee riskant, mühsam und unüberlegt ist? Oder ist es, weil die Idee einfach anders ist?

Oft sind wir einer neuen Sache abgeneigt, einfach weil sie sich von uns Bekanntem unterscheidet. Sie ist nicht besser oder schlechter, einfach nur anders.

Wenn du komplett zufrieden mit dir und deiner Welt bist, mach weiter. Für alle anderen von uns lohnt es sich, zu hinterfragen, was diesen Widerstand auslöst. Es lohnt sich, dass wir uns dem „Anders“ öffnen. Nochmal: Es geht nicht um besser oder schlechter. Erstmal einfach nur darum, zu akzeptieren, dass etwas anders ist. Uns der Idee zu öffnen. Denn anders ist völlig in Ordnung und oft sogar gewollt.

  • Aktualisiert 23. August 2019
  • Pro