Wann ist der richtige Moment?

Kennst du solche Momente in denen du inspiriert bist? In denen du voller Schöpfungskraft steckst? In denen Kreativität nur so aus dir heraussprudelt? In denen die Arbeit wie von selbst passiert? In denen du dich nicht ablenken lässt? Du voll und ganz in deine Arbeit versinkst?

Sicherlich kennst du sie. Sicherlich kennst du auch Momente, in denen genau das Gegenteil herrscht. Wenn einfach gar nichts geht. Du keinen klaren Gedanken fassen kannst.

Wie gehst du damit um? Wie kannst du möglichst viele Momente von den ersten und möglichst wenig von den letzteren haben?

Es fängt wohl damit an, zu akzeptieren, dass es beide Momente gibt. Es gibt verschiedene Zeiten für unterschiedliche Sachen. Du kannst nicht alles zu jeder Zeit gleich gut tun.

Bedeutet das, dass du immer auf inspirierende Momente warten musst? Nicht unbedingt. Etwas professionell zu tun, bedeutet, da zu sein. Egal, was ist. Egal, wie es gerade in dir aussieht. Egal, ob du gerade Lust hast. Du tust es, weil es das ist, was du tust. Weil du jemand bist, der das tut. Weil du ein Pro bist.

Zum Glück haben wir Einfluss darauf, in welchem Zustand wir gerade sind. Wir müssen nicht darauf hoffen, dass uns irgendwann Kreativität, Lust und Energie überkommt. Indem wir immer wieder antreten, kommen wir auch immer häufiger in den „richtigen“ Zustand.

Darum sind Routinen so unglaublich mächtig. Vor allem wenn wir sie bewusst gestalten. Wenn wir uns Zeiten und Raum für unsere wichtige Arbeit schaffen. Wenn wir immer und immer wieder aufkreuzen.

Manchmal klappen Sachen jedoch einfach nicht so gut. Wir sind nicht so produktiv oder kreativ, wie wir es uns wünschen. Das ist in Ordnung. Solche Momente darf es auch geben. Doch trotzdem da zu sein und die Arbeit trotzdem zu tun, reduziert die Häufigkeit dieser Momente enorm. Egal wie groß der Widerstand ist, sei trotzdem da. Einfach nur um da zu sein. Nicht für ein Ergebnis. Für den Prozess. Und vielleicht klappt es ja doch auf einmal.

Der richtige Moment ist nie da und gleichzeitig immer.

Amateur oder Pro?

Als ein Amateur tust du das, worauf du Lust hast. Als Pro tust du deine Arbeit, auch wenn dir gerade nicht danach ist.

Als Amateur tust du die Arbeit oft für dich. Als Pro tust du die Arbeit voranging für andere.

Als Amateur kannst du auch für deine Arbeit bezahlt werden – es ist nicht unbedingt ein Hobby. Als Pro wirst du nicht zwangsweise für deine Arbeit bezahlt.

Als Amateur erscheinst du, wenn es dir gerade passt. Als Pro erscheinst du Tag für Tag – komme, was wolle.

Als Amateur mache das, was dir Spaß macht. Als Pro habe daran Freude, was du tust.

5 Gewohnheiten für besseren Schlaf

Schlaf ist enorm wichtig. Nicht nur für unsere Regeneration, sondern auch damit es uns gutgeht. Leider haben sehr viele Menschen keine guten Schlafgewohnheiten. Lass mich dir 5 Anregungen geben, wie du deine Schlafgewohnheiten verbessern kannst.

Entwickle eine Abendroutine

Unser Körper liebt Routinen. Idealerweise gehst du immer zur gleichen Zeit schlafen. So gewöhnt sich dein Körper daran und passt sich deinen Tätigkeiten an. Das gilt nicht nur für deine Abendroutine sondern auch für eine regelmäßige Morgenroutine oder Phasen, in denen du fokussiert arbeitest. Am Abend machst du möglichst nur entspannende Tätigkeiten, wie lesen, Journal führen oder dich ruhig unterhalten.

Gestalte günstige Verhältnisse

Dein Schlafzimmer ist idealerweise komplett dunkel und recht kühl. Ja, auch wenn du deine Augen bei Schlafen geschlossen hast, ist es wertvoll, wenn es bei dir komplett dunkel ist.

Weiterhin sollte es sehr aufgeräumt sein. Keine Klamotten oder andere Dinge auf dem Boden. Achte darauf, dass du regelmäßig lüftest, sodass du immer frische Luft hast. Es sollte offensichtlich sein, dass es möglichst immer komplett still ist. Leider hast du darauf meistens nur begrenzt Einfluss. Ohrstöpsel und auch eine Schlafmaske können helfen, wenn du nur wenig Einfluss auf deine Schlafverhältnisse hast.

Führe ein Journal

Um abends gut einschlafen zu können, ist es förderlich, deine Gedanken aus dem Kopf zu bekommen. Dafür ist es unglaublich hilfreich, regelmäßig ein Journal zu führen. Du schreibst einfach deine Gedanken auf. Alleine das kann dir helfen, besser abzuschalten. Zusätzlich kannst du dir so die schöne Momente und Sachen, für die du dankbar bist, immer wieder bewusst machen.

Lass dein Smartphone außerhalb des Schlafzimmers

Es ist verführerisch, im Bett an deinem Smartphone herumzuspielen. Doch aus verschiedenen Gründen ist das keine gute Idee. Erstmal hindert das Blaulicht des Bildschirms den Körper daran, in einen Nachtmodus zu kommen – um es einfach auszudrücken. Das gilt übrigens für die allermeisten Bildschirme. Weiterhin sind viele Apps so designt, dass wir sie möglichst viel benutzen und mit ihnen interagieren. Das führt dazu, dass wir schwerer abschalten können. Wir sind dann oft noch mit den Gedanken bei anderen Sachen und kommen schwerer zu Ruhe. Mach dein Schlafzimmer zur Smartphone-freien-Zone. Kauf dir einen einfachen Wecker, falls du keinen besitzt.

Ernähre dich vorteilhaft

Grundsätzlich solltest du dich möglichst gesund ernähren. Das bedeutet vor allem viele unverarbeitete, pflanzliche Produkte – hello Gemüse. Weiterhin ist es für die meisten gut, wenn sie vor dem Schlafengehen nicht viel essen. Mit überfülltem Magen schläft es sich nicht gut.

Achte darauf, dass du insgesamt ausreichend Magnesium zu dir nimmst. Menschen mit Schlafstörungen profitieren oft davon, wenn sie mehr Magnesium zu sich nehmen. Dies braucht unser Körper unter anderem, um unseren Schlaf-Wach-Rhythmus zu regulieren. Magnesium kommt viel in Nüssen und Samen vor, ansonsten auch in Getreide und Hülsenfrüchten. Wenn es dir schwerfällt, genügend über die Nahrung aufzunehmen, kannst du es mit Magnesiumöl versuchen.


Wie immer sind das nur ein paar Anregungen. Doch sie sind ein wunderbarer Start. Versuche selbst herauszufinden, was für dich funktioniert. Sei dir bitte unbedingt bewusst, dass es nicht nur darum geht, schnell einzuschlafen. Das ist nicht zwangsläufig ein Zeichen dafür, dass du auch gut schläft. Im Vordergrund sollte immer die Schlafqualität stehen. Indem du einige der aufgeführten Punkte in deinen Alltag integrierst, bist du auf einem guten Weg.

Wenn alles auseinanderfällt

Läuft gerade vieles schief? Hast du das Gefühl, alles geht den Bach herunter? Dass nichts für irgendetwas gut ist? Es ist verführerisch, dem Abwärtsstrudel immer weiter zu folgen.

Doch besinne dich darauf, was du alles hast. All die Möglichkeiten. All die liebenswerten Menschen. Eine gesicherte Lebensgrundlage. Das Leben an sich.

Lass uns dankbar sein. Sehe das Gute in den Sachen. Sei ein Optimist. Gute Sachen werden dir widerfahren. Gute Sachen werden durch dich geschehen. Es ist OK wie es ist. Es wird alles gut sein. Von jetzt an wird es nur noch besser werden. Also, setze ein kleines Lächeln auf und genieße die Reise.

Alles ist falsch. Manches zumindest hilfreich.

Es gibt keine endgültige Wahrheit. Wenn wir wirklich ehrlich sind, wissen wir absolut gar nichts darüber, wie die Welt funktioniert. Wie sie wirklich funktioniert.

Doch nur weil wir etwas nicht verstehen, bedeutet es nicht, dass wir nicht damit arbeiten können. Dass wir alles verwerfen müssen. Dass es nicht auch hilfreich sein kann.

Wir können uns bewusst sein, dass sehr wahrscheinlich nichts genau so ist, wie wir meinen. Mit diesem Bewusstsein können wir dann versuchen, die besten Entscheidungen zu treffen.

„All models are wrong, but some are useful.“
– George Box

Folge nicht deiner Leidenschaft

„Folge deiner Leidenschaft!“ Sicherlich hast du diesen Ratschlag schon mal gehört. Und er hört sich auch sehr verlockend an, oder? Wer will schließlich nicht seine Leidenschaft leben? Wer möchte nicht seine Passion zum Beruf machen? Seine alltägliche Arbeit lieben?

Diese Aussage ist so verlockend, da sie so simpel und gleichzeitig gewagt ist. Sie impliziert, dass du dich nur trauen musst. Dass du nur genug Courage aufbringen und den Sprung wagen musst. Dass du eine Berufung hast, die du nur erkennen und ihr folgen musst. Dass dein Arbeitsleben dann fantastisch und voller Freude sein wird. Natürlich hört sich das toll an.

Doch damit gibt es einige Probleme. Erstmal ist es ein sehr schlechter Ratschlag. Er sorgt mehr für Unruhe, Verwirrung und Stress, als dass er wirklich hilfreich ist.

„Folge deiner Leidenschaft“, impliziert vor allem zwei Dinge: Erstens, du hast bereits eine Leidenschaft. Zweitens, wenn du deine Leidenschaft im Beruf ausübst, dann wirst du deine Arbeit genießen und glücklich sein.

Beides muss so nicht stimmen. Viele Menschen haben gar keine Leidenschaft, der sie folgen könnten. Sie wissen nicht, was sie wollen oder was ihnen wirklich Spaß macht. Weiterhin kann es schnell passieren, dass die Arbeit auch keinen Spaß macht, obwohl sie die Leidenschaft enthält.

»Deiner Passion zu folgen, ist sicherlich der schlechteste Ratschlag, den du geben oder erhalten kannst.«
– Mark Cuban (Unternehmer, Investor, Milliardär)

Und hier kommt es schnell zu einem großen Missverständnis: Nur weil du deiner Leidenschaft nicht folgst, bedeutet es nicht, dass du nicht Spaß, Erfüllung und Bedeutung im Beruf anstreben kannst. Ganz im Gegenteil. Es ist eine wunderbare Sache und definitiv erstrebenswert. Die Frage ist eher, wie wir dahin kommen. Hier ist der Unterschied: Folge deiner Leidenschaft nicht, kultiviere sie.

Es ist nicht so, dass unsere Leidenschaft irgendwo wartet. Dass wir sie entdecken und ihr dann folgen. Oft kommt die Leidenschaft nicht zuerst. Wenn wir günstige Arbeitsbedingungen haben und in einem Bereich immer besser werden, können wir Leidenschaft für etwas entwicklen. Natürlich klappt es nicht in allen Bereichen. Manche Bereich liegen uns mehr als andere. Doch statt gleich Leidenschaft anzustreben, sollten wir Meisterschaft anstreben. In einem Bereich wirklich sehr gut werden. Dann können wir eine Leidenschaft für diesen Bereich kultivieren.

Es braucht Zeit, Engagement und öfter auch mal Überwindung. Das ist sicherlich nicht so sexy wie einfach seiner Leidenschaft zu folgen. Doch es eröffnet uns eine völlig neue Perspektive: Es liegt an uns. Wir können stetig daran arbeiten und unsere Leidenschaft entwickeln.

Es ist also nicht sinnvoll zu sagen, „ich weiß nicht, was meine Leidenschaft ist“. Das bringt dich nicht weiter. Stattdessen ist folgende Aussage sinnvoll: „Ich habe bisher keine Leidenschaft kultiviert. Daher sollte ich mich auf sehr wenige Sachen fokussieren und mit der Entwicklung meiner Leidenschaft beginnen.“

Balance im Leben

Um Balance im Leben zu finden, müssen wir gleichmäßig Zeit und Energie in die verschiedenen Bereiche unseres Lebens stecken. Doch ist das wirklich so?

Unsere Ressourcen wie Zeit und Energie gleichmäßig auf alle Bereiche unseres Lebens zu verteilen, ist weder praktisch umsetzbar noch würde dich das zu dem Leben bringen, welches du gerne führst.

Willst du wissen, wie du wirklich Balance im Leben findest? Erstmal musst du deine Vorstellung davon verändern. Deine Zeit gleichmäßig auf alle Bereiche zu verteilen, ist unproduktiv und wird sehr wahrscheinlich zu Frustration führen. Geht es nicht eigentlich darum, ein Leben zu führen, so wie du es dir vorstellst? Die Dinge zu tun, die du wirklich tun möchtest? Erfüllung zu finden?

Der Weg zu mehr gefühlter Balance im Leben ist durch bewusste Imbalance. Es geht darum, dass du ganz bewusst entscheidest, wie, wo, womit und mit wem du deine Zeit verbringst.

Wegnehmen

Unsere Leben können verbessert werden, indem wir Sachen hinzufügen oder wegnehmen. Je nach Situation ist das eine besser geeignet als das andere. Fügen wir nur hinzu, enden wir mit viel zu viel. Nehmen wir nur weg, enden wir mit viel zu wenig. Was wir anstreben, ist genug.

In der modernen Gesellschaft neigen wir dazu, immer mehr hinzuzufügen. Man könnte meinen, dass uns die Gesellschaft sogar dazu drängt. Schließlich ist unsere Wirtschaft darauf ausgelegt, dass wir konsumieren. Also müssen wir kaufen.

Wir gehen oft durch die Welt und schauen, was fehlt. Es ist ein Mindset des Mangels. Unsere Lösung ist Neues hinzuzufügen. Das ist einfacher. Es ist einfacher etwas Neues hinzuzufügen. Ein neues Produkt. Eine weitere Ablenkung. Eine weitere App. Ein weiteres Feature. Einen weiteren Mitarbeiter. Eine weitere Sache. Es ist schwieriger, etwas wegzunehmen. Es erfordert deutlich mehr Klarheit.

Dies ist nicht nur ein Thema unserer modernen Zeit. Es ist ein Thema unseres menschlichen Seins. Doch man könnte meinen, dass die Problematik so relevant wie noch nie sei. Uns stehen deutlich mehr Möglichkeiten, Mittel und Informationen als jemals zuvor zur Verfügung.

Unser Drang nach mehr bringt uns in eine ungünstige Lage. Die meisten Menschen in unserer westlichen Welt essen eher zu viel als zu wenig. Wir konsumieren zu viel. Wir haben zu viel Ballast und Zeug. Zu viele Verpflichtungen. Wir sind viel zu beschäftigt. Wir versuchen zu viel gleichzeitig zu tun. Wir sind viel zu gestresst. Weniger wäre für vieles eine Antwort. Weniger, aber besser.

Wenn wir uns darauf fokussieren, Sachen aus unserem Leben zu eliminieren, fokussieren wir uns auf die Sachen, die bereits da sind. Es erinnert uns, dass wir bereits alles haben, um glücklich zu sein. Laozi hat es bereits vor langer Zeit sehr gut getroffen:

»Um Wissen zu erlangen, füge täglich etwas hinzu. Um Weisheit zu erlangen, nimm täglich etwas weg.«

Wenn Wissen uns daran hindert, zu verstehen

Wissen und Erfahrungen zu haben, ist enorm wertvoll. Doch manchmal kann uns das auch zum Verhängnis werden.

Manchmal verlieren wir das Gefühl, wie es war, als wir all die Sachen noch nicht wussten. Als wir noch ganz am Anfang standen. Als wir all die Fehler gemacht haben.

Wir nehmen unseren momentanen Stand als selbstverständlich an. Gehen davon aus, dass andere Menschen auch viel wissen. Doch natürlich ist das nicht so.

Unser Wissen und unsere Erfahrungen können uns daran hindern, uns die Lage von anderen Menschen zu versetzen. Wir können uns einfach nicht vorstellen, wie wenig manche Menschen von etwas wissen. Oder wie ihnen manche Sachen einfach nicht bewusst sein können. Das liegt völlig außerhalb unserer Realität.

Wer im Gesundheitsbereich tätig ist, weiß um die Bedeutung unserer Gesundheit auf unsere Lebensqualität. Doch sehr vielen Menschen ist absolut nicht bewusst, wie stark sich ihr Verhalten auf ihre Gesundheit und damit ihre Lebensqualität auswirkt. Wie groß der Einfluss ihrer Gesundheit wirklich ist. Oft müssen sie erst schmerzhafte Erfahrungen selbst machen, um dies zu realisieren.

Dies stellt uns vor eine große Herausforderung. Natürlich wollen wir uns Wissen aneignen und Erfahrungen machen. Lernen und besser werden. Doch gleichzeitig sollten wir die Realität anderer Menschen nicht aus den Augen verlieren. Emphatisch genug sein, um zu erkennen, dass sie unsere Sichtweise nicht teilen.

Wenn wir anderen Menschen helfen wollen, lohnt es sich, erst ihre Welt zu verstehen. All unser Wissen kann uns dabei im Weg stehen. Darum kann ein Amateur manchmal sogar hilfreicher sein als ein Experte. Ein Amateur versteht die Herausforderungen anderer Menschen manchmal besser als es ein Experte tut.

done is better than pefect

Perfekt schließt Türen. Es gibt keinen Spielraum. Keinen Platz für Verbesserungen. Keinen Platz für Fehler. Perfet schließt die Konversation.

Wenn wir etwas tun, sollten wir es möglichst gut tun. Wir können nach großartiger Arbeit streben. Bedeutungsvolle Arbeit in die Welt bringen. Doch der Anspruch nach Perfktion kann uns diese Möglichkeit nehmen.

Bring es in die Welt. Versuche es gut zu machen. Dann mache es das nächste Mal besser. Mach Fehler. Und lerne draus. Gut in der Welt ist besser als perfek im Kopf.

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